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Jagdradio – Frequenzen, Pilotton & Scrambler

Jagdradio in der Praxis – Frequenzbänder, Pilotton und Scrambler

Eine funktionierende Kommunikation ist ein selbstverständlicher Bestandteil einer sicheren und gut organisierten Jagd. Unabhängig davon, ob Sie in heimischen Revieren jagen oder an einer der Jagden teilnehmen, die der Schwedische Jagdclub im ganzen Land anbietet, ist das Jagdradio eines unserer wichtigsten Hilfsmittel im Feld.

In diesem Leitfaden gehen wir auf die Grundlagen rund um das Jagdradio ein, welche Frequenzbänder in Schweden verwendet werden und wie Pilotton und Scrambler in der Praxis funktionieren. Ziel ist es, Ihnen als Mitglied bessere Voraussetzungen zu geben, um gut auf die Jagd vorbereitet zu sein.

Frequenzbänder für die Jagd in Schweden

In Schweden wird die Nutzung von Funksendern von der Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS) geregelt. Generell ist eine Genehmigung erforderlich, aber bestimmte Frequenzbänder sind ausgenommen und unter anderem für die Jagd zugelassen. Für uns Jäger sind hauptsächlich zwei Bänder von Bedeutung: 31 MHz und 155 MHz.

31 MHz – robuste Kommunikation über große Flächen
  • Frequenzbereich: 30,925 – 31,375 MHz

  • Anzahl der Kanäle: 40 analoge Kanäle (10 kHz)

  • Maximale Ausgangsleistung: 5 W

  • Feste Sender: Zulässig

  • Verwendung: Landmobiler Funk (nicht ausschließlich für die Jagd)

Das 31-MHz-Band wird häufig bei der Jagd in größeren Revieren und in schwierigem Gelände verwendet, wo ein großer Bedarf an größerer Reichweite besteht. Das Band ist bewährt und bietet eine stabile Kommunikation, auch dort, wo es keine Mobilfunkverbindung gibt.

155 MHz – das dedizierte VHF-Band der Jagd
  • Frequenzbereich: 155,3875 – 155,5375 MHz

  • Anzahl der Kanäle: 6 analoge Kanäle (25 kHz)

  • Maximale Ausgangsleistung: 5 W

  • Nur mobile Sender

  • Reserviert für: Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd

Das 155-MHz-Band bietet im Allgemeinen eine bessere Klangqualität und wird zusammen mit kürzeren Antennen verwendet, was die Ausrüstung während des Jagdtages handlicher macht.

🔔 Beachten Sie:
Funkgeräte für 31 MHz und 155 MHz können nicht miteinander kommunizieren. Bei der Jagd mit dem Schwedischen Jagdclub informiert der Jagdleiter immer über das geltende Frequenzband.

Pilotton (CTCSS) – für einen klareren Funkverkehr

Bei der Jagd in Gebieten mit vielen aktiven Jagdgruppen ist es üblich, dass mehrere denselben Kanal nutzen. Dies kann zu Störungen führen, die sowohl ärgerlich sind als auch das Risiko bergen, dass wichtige Nachrichten verpasst werden.

Um dies zu reduzieren, wird Pilotton verwendet, auch CTCSS (Continuous Tone-Coded Squelch System) genannt. Die Funktion bedeutet, dass das Funkgerät mit einem niedrigen, unhörbaren Ton sendet, den der Empfänger erkennen muss, um den Ton zu öffnen. Nur Funkgeräte mit demselben Pilotton hören einander.

Vorteile des Pilottons:

  • Weniger Störungen durch andere Jagdgruppen

  • Klarere Kommunikation innerhalb der Gruppe

  • Wird trotz gemeinsamer Frequenz als „eigener“ Kanal wahrgenommen

Es ist wichtig, dass alle Teilnehmer wissen, wie der Pilotton am eigenen Funkgerät eingestellt wird.
Viele Jagden verzögern sich unnötig, weil jemand mit den Einstellungen nicht vertraut ist. Dies vor Ort zu entdecken, führt leicht zu Irritationen im Team und kostet wertvolle Zeit von der eigentlichen Jagd – Zeit, die alle lieber im Wald als mit technischen Problemen verbringen.

Pilottons sind standardisiert (67–254 Hz), was bedeutet, dass Funkgeräte verschiedener Hersteller meist zusammen funktionieren. Der Jagdleiter entscheidet, ob ein Pilotton verwendet werden soll und welcher Ton gilt. Wenn kein Pilotton verwendet wird, spricht man von einem offenen Kanal, beispielsweise „offene Drei“.

⚠️ Wichtig zu wissen:
Pilotton ist keine Verschlüsselung. Ein Funkgerät, das auf einen offenen Kanal eingestellt ist, kann den gesamten Verkehr in Reichweite hören, unabhängig vom Pilotton. Bei gleichzeitiger Sendung auf demselben Kanal können zudem Störungen auftreten, auch wenn unterschiedliche Pilottons verwendet werden.

Scrambler – begrenzter Schutz vor Abhören

Einige Jagdradioapparate sind mit einem sogenannten Scrambler ausgestattet, der manchmal als Verschlüsselung bezeichnet wird. Die Funktion verzerrt den Ton, so dass er für Außenstehende schwerer zu verstehen ist.

Es ist jedoch wichtig, realistische Erwartungen zu haben:

  • Scrambler sind oft marken- oder modellabhängig

  • Der Schutz ist in der Regel sehr begrenzt

  • Ein kompatibles Funkgerät reicht oft aus, um abzuhören

  • Einige Modelle haben wählbare Schlüssel, aber auch diese sind relativ einfach zu identifizieren

Scrambler können verwendet werden, um unerwünschtes Abhören zu reduzieren, sollten aber nicht als sichere Kommunikation angesehen werden.

Zusammenfassung

Ein korrekt eingestelltes und gut funktionierendes Jagdradio trägt sowohl zur Sicherheit als auch zur Jagdfreude bei. Indem wir verstehen, wie Frequenzbänder, Pilotton und Scrambler funktionieren, können wir gemeinsam bessere Voraussetzungen für eine sichere und gut organisierte Jagd schaffen.

Haben Sie Fragen zum Jagdradio vor einer bevorstehenden Jagd mit dem Schwedischen Jagdclub? Zögern Sie nicht, sich rechtzeitig mit dem Jagdleiter in Verbindung zu setzen – eine gute Kommunikation beginnt bereits vor der Jagd.

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